Vom Neckar an die Brenz

Am Vormittag stiegen Mitglieder und Freunde des Polizeichors Esslingen in der Innenstadt in den Bus. Das Ziel war Königsbronn bei Heidenheim, wo die Brenz aus dem Fels tritt und die Schwäbische Alb ihre industrielle Vergangenheit offen zeigt.
Die erste Station war die historische Feilenhauerei und -schleiferei. Hier kann man gut nachvollziehen, wie die frühe Industrie funktionierte. Die Brenz trieb ein Wasserrad an, und über Transmissionen wurden Schmiedehämmer, Hauer und Schleifmaschinen angetrieben. Die liebevoll restaurierte Anlage diente ab 1778 dem Esslinger Feilenhersteller Dick. So fanden wir mitten auf der Ostalb ein Stück Esslinger Geschichte.
Von dort sind es nur wenige Schritte zum Brenztopf. Aus dem Quelltopf mit einem Durchmesser von rund 43 Meter heraus tritt die Brenz sofort in voller Stärke ans Licht. Je nach Lichteinfall schimmert das Wasser im Quelltopf smaragdgrün oder tiefblau. Dahinter liegt ein Höhlensystem, das bis heute nur teilweise erforscht ist. Der stille Ort strahlt viel Ruhe aus und hat uns für einen Moment aus dem Alltag geholt.
Bei Traumwetter ging es weiter zum Itzelberger See. Nach einem kräftigen Vesper teilte sich die Gruppe: Die Fraktion Biergarten bezog Stellung im Schatten, während die Fraktion Minigolf in den Wettkampf zog. Die Stimmung war bestens.
Kurz nach 19 Uhr waren wir zurück in Esslingen. Gesungen haben wir an diesem Tag keinen einzigen Ton – und trotzdem stimmten die Harmonien.
Geplant und organisiert hat den Ausflug wieder einmal Robert Mitschang. Mit seinem Gespür für gute Orte hat er erneut ins Schwarze getroffen.
